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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Der Aufschwung zur Jahrhundertwende in St. Ulrich: Villen und Werkstätten

Die Beispiele von Jahrhundertwende-Villen und ehemaligen Werkstätten in St. Ulrich zeigen eindrücklich, wie die Holszpielzeug-Industrie und Bildhauerei das Gesicht des Dorfes geprägt haben – und auch heute noch kennzeichnen.
Schwierigkeitsgrad:Mittel
Länge in km:3,4Km
Dauer:01:15
Höhenunterschied:
150m 140m
Villa Runggaldier in Sankt Ulrich

Wegbeschreibung

Welchen Spuren folgen wir auf dieser Route?
Wenige Jahrzehnte zuvor noch stark landwirtschaftlich geprägt, wird Gröden um 1900 zu einem wichtigen Zentrum der sakralen Kunstproduktion in der Donaumonarchie. Das bringt auch mit sich, dass sich das Gesicht von St. Ulrich wandelt. Es entstehen Werkstätten für Bildhauerei, Tischlerei und Malerei, mit deren wirtschaftlichem Erfolg auch der Wohlstand einzieht – nicht mehr in einfache Wohnhäuser, sondern in vornehme Villen. Sie orientieren sich an Vorbildern in Europas Hauptstädten und erzählen eine einzigartige Geschichte: der gesellschaftlichen und kulturellen Anbindung an den industriellen Aufschwung in Europa.

Welche Anforderungen erwarten uns?
Die gesamte Tour vorbei an Villen und Werkstätten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist rund 3,4 km lang. Die Gehzeit beträgt rund 1 ¼ Stunde, der Höhenunterschied 300 Meter. Angeboten wird diese Tour auch als geführter, rund zweieinhalbstündiger Rundgang.

Wohin führt uns die Tour?
Vom Museum Gherdëina starten wir in Richtung Antoniusplatz und gehen dort links durch die Reziastraße vorbei an Villa Venezia, Villa Argentina und Kunstgymnasium hinauf zum Blauen Haus. Hier biegen wir nochmals nach links in die Stufanstraße ein und spazieren an Villa Runggaldier, Villa Margherita Villa Rifesser und Villa Grohmann vorbei immer in Richtung Pfarrkirche. 
Kurz vor der Kirche führt ein kleiner Weg hinunter zur Promenade. Über die Unterführung La Curta kommen wir zur Talstation der Secëda-Seilbahn. Von dort gehen wir über die Romstraße Richtung Talstation der Raschötzer Standseilbahn und kommen an den Häusern Doss und Costa vorbei. Dort angekommen spazieren wir über die Raschötzstraße hinauf. Auf unseren Weg liegen das Haus Lenert, die Villa Rudolfine und die Villa Martiner. 
Oben angelangt, folgen wir links zuerst bergab und dann weiter gerade aus der Scurcià-Straße bis zur Sonnenburg und Haus Lusenberg. Von dort geht es zurück, immer bergab ins Dorfzentrum. An der Kreuzung auf dem Muredahügel, wo die Scuracià-Straße in die Sneton-Straße einbiegt, steht links Plan de Mureda, die älteste Villa im Dorf. Am Ende der Straße bei der Panabrücke sehen die Häuser Bugon und Pana, einst Sitz zweier erfolgreicher Spielzeugverleger. Über die Brücke gelangen wir zur Kirche, wo unsere Rundgang endet.

Objekte auf der Tour