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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Sankt Ulrich: Ein Streifzug durch das Dorfzentrum und seine Geschichte

Von Kirchen und Denkmälern, über Villen und Werkstätten bis zu historischen Gastbetrieben – sie alle erzählen von vergangenen Zeiten und machen die Entwicklung des Grödner Dorfes sicht- und greifbar.
Schwierigkeitsgrad:Sehr einfach
Länge in km:0,6Km
Dauer:00:15
Höhenunterschied:
20m 18m
Purgerbrücke mit Packhaus und Haus Pana

Wegbeschreibung

Welchen Spuren folgen wir auf dieser Route?
Zwar reicht die Besiedlungsgeschichte von St. Ulrich weit über das Jahr 1000 n.Chr. zurück, eine besondere Dynamik erfasst sie aber ab dem 19. Jahrhundert nach dem Bau der ersten Talstraße. Damals sind es zuerst Holzschnitzkunst und Spielzeug-Industrie, die St. Ulrich dank ihres weltweiten Erfolgs einen Aufschwung bescheren und das Dorfbild grundlegend verändern: mit neuem Kirchenbau und Schulhaus, Warenhäuser, Werkstätten und Villen von Künstlern und Unternehmern. Einen zweiten Entwicklungsschub bringen Alpinismus, Wintersport und Fremdenverkehr, die nicht nur das Dorf selbst, sondern auch sein gesellschaftliches und kulturelles Umfeld nachhaltig verändern und bis heute prägen.

Welche Anforderungen erwarten uns?
Der Spaziergang durch den Dorfkern von St. Ulrich ist etwa 600 Meter lang und dauert rund 20 Minuten. Er ist durchgehend barrierefrei und daher problemlos mit körperlichen Einschränkungen zu bewältigen. Der Höhenunterschied beträgt 40 Meter.

Wohin führt uns die Tour?
Wir starten beim Denkmal der Grödner Bahn und der Skulptur der Hl. Barbara in der Bahnhofstraße (Streda Stazion) und gehen Richtung Dorfzentrum zum Denkmal für Johann Baptist Purger, dem Erbauer der ersten Grödner Talstraße. Von hier führt der Weg den Annabach entlang. Das erste Gebäude auf der linken Straßenseite ist das Haus Bugon, in dem einst eine erfolgreiche Holzspielzeug-Firma ihren Sitz hatte. 
Über die Panabrücke gelangen wir zum Kirchplatz mit Pfarrkirche und Gefallenenkapelle. Weiter geht es bis ans Ende der Plaza San Durich zum Haus Pana, das im mittelalterlichen Siedlungskern des Dorfes liegt. Gegenüber befindet sich das für die Ski-WM 1970 errichtete Kulturhaus. Über die Fußgängerzone erreichen wir den Stetteneckplatz (Plaza Stetteneck), der einen weiteren historischen Kern des Orts markiert. So stand hier der Hof Ortiseit, von dem St. Ulrich seinen ladinischen Namen Urtijëi hat. Rund um den Platz finden sich neben dem historischen Schulhaus, auch drei traditionsreiche Gastbetriebe: das Hotel Adler, das Hotel Post-Cavallino Bianco und das Hotel Stetteneck.
Nun geht es zurück an den Anfang der Fußgängerzone. Von dort führt der Weg am denkmalgeschützten Ianon-Haus vorbei und über die Purgerbrücke zum ehemaligen Packhaus und von dort zum Startpunkt in der Bahnhofstraße."
 

Objekte auf der Tour