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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Formlose Abschläge aus Silex

Neben den fertigen Werkzeugen der lithischen Industrie werden an prähistorischen Stätten (10 000 – 5500 v. Chr.) oft auch formlose Abschläge als Rückstände der Verarbeitung vor Ort gefunden. Diese Abschläge von graufarbigem Feuerstein bezeugen die Verwendung des lokalen Silexvorkommens, z.B. jener von Col dala Pieres. Feuerstein (lad. piera da fuech) wurde auch zum Anzünden von Feuer verwendet, weshalb er den Namen Flint trägt. 

Werkzeuge aus Silex und eine Meeresschnecke

In der Alt- und Mittelsteinzeit (10 000 – 5500 v. Chr.) haben die Menschen die meisten Werkzeuge aus Stein hergestellt. Diese lithische Industrie nutzte vor allem Feuerstein (Silex), der in der Alpenkette weit verbreitet ist. Durch spezielle Bearbeitungstechniken entstanden Werkzeuge wie Klingen, Schaber, Kratzer, Ahlen und kleine Pfeilspitzen (Mikrolithen und Trapezoide). Neben Alltagswerkzeugen wurde auf Plan de Frea, die bedeutendste Ausgrabungsstätte des Mesolithikums im Südalpenraum, auch die Muschel Columbella rustica entdeckt.

Dolomit

Dolomitgestein, kurz Dolomit, ist ein Karbonatgestein, das aus dem Mineral Dolomit besteht, einem Kalzium-Magnesium-Karbonat, das in zweiter Linie aus Kalkstein gewonnen wird. Obwohl Dolomit auch anderswo vorkommt, werden nur diese Berge als Dolomiten bezeichnet, nachdem ein englischer Naturforscher sie erstmals mit dem Mineral Dolomit in Verbindung brachte, das wiederum von einem Schweizer Gelehrten nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu benannt wurde.

Mascroscaphites

Ammoniten überraschen uns mit Schalen in den bizzarsten Formen. Das geschah oft in der Nähe der großen Krisen, die das lange Leben dieser Gruppe von mehr als 300 Millionen Jahren unterbrochen haben. Macroscaphites beginnt als normaler Ammonit, der sich planispiral aufrollt, sich dann aber aufrichtet und sein Wachstum mit einer hakenförmigen Faltung beendet. Der planispirale, gasgefüllte Teil diente als Stabilisator beim Schwimmen, während der Organismus den hakenförmigen Teil einnahm.

Costidiscus

Ammoniten mit einer Geschichte von mehr als 300 Millionen Jahren sehen sich manchmal sehr ähnlich. Sie haben ein planispiral gewundenes Gehäuse, das mehr oder weniger mit Rippen und Stacheln verziert ist. Es ist jedoch möglich, sie anhand von inneren Merkmalen zu unterscheiden, so dass es nie eine perfekte Wiederholung gibt. So ist dieser Ammonit aus der Kreidezeit immer deutlich von seinen Vorfahren zu unterscheiden.

Neomegalodon

Diese großen Muscheln beherrschten die Watten der größten Karbonatplattform der Trias, die nicht umsonst Hauptdolomit genannt wird und die alle Dolomiten gleichmäßig bedeckte, sich aber über einen großen Teil der westlichen Tethys erstreckte. Die Dolomitisierung führte fast immer zur Auflösung der dicken Schale, so dass nur die Schalenfüllung übrig blieb.