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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Haus Costa

Das Gebäude wird um 1830 von Josef Senoner da Costa, einem Grödner Geschäftsmann in Nürnberg, ersteigert und umgebaut. 1899 kauft Franz Moroder (de Lenèrt) das Haus und verlegt den Sitz seiner Firma „Gebrüder Moroder“ von Plande mureda hierher. Er eröffnete im Haus Costa auch die erste Wechselstube in Gröden. Der zur alten Hofstelle gehörende Heustadel nebenan ist noch im Originalzustand erhalten.

Dieser Ort ist Teil der Tour "Der Aufschwung zur Jahrhundertwende in St. Ulrich: Villen und Werkstätten".

Heilige Barbara

Die hölzerne Skulptur der heiligen Barbara, Patronin der Bergleute und Eisenbahner, schnitzte Johann Baptist Moroder 1914. Sie befand sich ursprünglich in einer eigens eingerichteten Nische über dem ehemaligen Eisenbahntunnel hinter der St. Ulricher Pfarrirche. Das Original steht im Museum Gherdëina, eine Bronzekopie bei der alten Lokomotive in der Bahnhofsstraße in St. Ulrich.

Dieses Kulturgut ist Teil der Tour "Sankt Ulrich: Ein Streifzug durch das Dorfzentrum und seine Geschichte".

Porträtkopf von Luis Trenker

Der bronzene Porträtkopf Luis Trenkers wurde 1984, also noch zu seinen Lebzeiten, vom Bildhauer David Moroder gefertigt. Der Bronzekopf des Ulricher Bergsteigers, Architekten, Schauspielers, Regisseurs und Geschichtenerzählers wurde 2001 vor dem Museum Gherdëina enthüllt. Er erinnert an einen der berühmtesten Söhne des Tals, dem das Museum einen eigenen Ausstellungsbereich widmet.

Heiliger Ulrich

Die geschnitzte, bunt gefasste und teils vergoldete Holzskulptur des hl. Ulrich stand in der alten Pfarrkirche am Friedhof. Sie ist das Spätwerk eines Bidlhauers der Vinazer-Schule und zeigt den Kirchenpatron von St. Ulrich mit Mitra, Bischofsgewand und -stab sowie einen auf dem Evangelienbuch liegenden Fisch. Ulrich war um das Jahr 1000 Bischof von Augsburg, sein Kult gelangte mit den mittelalterlichen Grundherrn nach Gröden. 

Barockkrippe mit Szene der Anbetung

Die geschnitzte, gefasste und vergoldete Krippenszene der Anbetung Jesu durch die drei Könige stand in der Weihnachtszeit in der Jakobskirche. Ein Bildhauer aus der Werkstatt des Kassian Melchior Vinazer schnitzte sie um 1760. Die Szene umfasst neben Maria mit dem Jesuskind auch Josef, Melchior, Kaspar und den afrikanischen Balthasar. Diese Königsfigur war im Spätmittelalter in Böhmen aufgekommen und wurde in ganz Europa populär.

Dieses Kulturgut ist Teil der Tour "St. Jakob und seine über 500 Jahre alten Höfe".

Mantelspende des Martin von Tours

Die Holzskulptur des hl. Martin zu Pferd mit dem Bettler stammt aus der Werkstatt der Bildhauer Vinazer um 1750. Sie greift die Legende auf, nach der der hl. Martin einem halbnackten, frierenden Bettler begegnet sei. Da er nichts als seine Waffen und sein Gewand besitzt, zerschneidet er mit seinem Schwert seinen Offiziersmantel und reicht dem Bettler eine Hälfte. 

Heilige Margareta mit dem Drachen

Die Figur der hl. Margareta von Antiochia mit Drachen wurde um 1700 wohl von einem Bildhauer der Trebinger-Werkstatt geschaffen. Sie war Teil eines kleinen Familienaltars in der Pfarrkirche St. Christina. Im Neoklassizismus wurde die mehrfarbig gefasste, teilweise vergoldete Holzskulptur weiß übermalt, um den Eindruck von Marmor zu erwecken. Erst bei einer Reinigung in den 1990ern kam das ursprüngliche Aussehen wieder zum Vorschein. 

Dieses Kulturgut ist Teil der Tour "St. Jakob und seine über 500 Jahre alten Höfe".

Gottvater im Wolkenkranz

Das plastisch geschnitzte, gefasste und vergoldete Deckenrelief wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jh. wohl in der Werkstatt der Bildhauer Vinazer für die Decke der St. Jakobskirche gefertigt. Es zeigt den Gottvater mit segnender rechter Hand und der Linken auf der Kreuzkugel vor einem blauen Sternenhimmel. Umgeben wird er von einem Wolkenkranz mit vier geflügelten Engelsköpfen.

Junerëi

Junerëi (von juniperus = Wacholder) ist eine Häusergruppe im Außerwinkel am Wildbach von Cudan. Belegt sind die Höfe seit dem frühen 16. Jh. Das eingeschossige Haus mit dem Namen Junerëi an der Ostfassade ist ein barocker Bestand. Ab 1662 betreibt hier die Familie Trebinger eine bedeutende Werkstatt für barocke Figuren- und Rahmenschnitzerei. Junerëi bleibt bis ins 20. Jh. ein Zentrum für Bildhauerei und Kunsthandwerk.