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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Kämpfende Böcke

Ziehspielzeug wie diese kämpfenden Böcke wurde im Ladinischen tica-taca genannt. In der Blütezeit vor 1914 umfasste das Grödner Sortiment bis zu 500 Artikel, darunter Puppen, Pferde, Kutschen, Wagen, Fadengaukler, Wagen, Kugelspiele, Seiltänzer, Akrobatinnen und Figuren aller Art. Musterschutz gab es keinen; Artikel konnten also von anderen Herstellerinnen und Herstellern übernommen werden.

Pendelspielzeug einer Kuh mit Kälbchen

Pendelspielzeug wurde von Ende des 19. bis Anfang des 20. Jh. hergestellt. Bei diesem Spielzeug senkt die Kuh beim Anstoßen des Pendels den Kopf zum Trog, das Kälbchen hebt seinen zum Trinken. Die Holzkugel wurde auf der Drechselbank hergestellt, indem Kugeln wie an einer Perlenkette ausgearbeitet und danach voneinander getrennt wurden. 1877 gab es in Gröden 300 fuß- und 60 wassergetriebene Drechselbänke.

Grödner Holzpferd auf Räderbrett

Nach den Gliederpuppen waren geschnitzte Tiere die wichtigsten Artikel im Grödner Sortiment. Den Hauptteil stellten dabei Pferde: Wiegen- und Schaukelpferde, Zugpferde für allerlei Karren und Pferde auf einem Räderbrett. Die Pferde wurden bemalt und in allen Größen geliefert: von kleinen Spielzeugfigürchen bis zu solchen, die zum Aufsitzen gedacht waren.

Dieses Kulturgut ist Teil der Tour "Sankt Ulrich: Ein Streifzug durch das Dorfzentrum und seine Geschichte".