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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Kugelspiel „Kakelorum”

Zu den traditionell im Nachbartal Fassa geschnitzten Artikeln für die Grödner Verleger gehörten auch mit viel Aufwand hergestellte Kugelspiele. Das Kakelorum funktioniert wie ein Roulette, die Kugel (Murmel) wird in den Turban oder die Krone der Figur eingeworfen, deren Körper spiralförmig ausgehöhlt ist. Durch die Spiralen fällt die Kugel in die mit Nummern versehenen Vertiefungen des Tellers an der Basis.

Kraxe eines Wanderhändlers

Die hölzerne Rückentrage wurde mit Schnitzwerken vollbeladen, um diese zum Verleger oder auf Jahrmärkte zu tragen. Die Regale am hinteren Teil der Kraxe sind dank der Bänder beweglich, auf die obere Holzplatte wurden zur Demonstration Pferde und Ziegenböcke gestellt. In Gebrauch waren solche Kraxen bis in die erste Hälfte des 19. Jh.

Sellagruppe im Abendglühen

Die Temperamalerei vom Sellastock (lad. Sas dla Luesa, Mëisules) im Abendrot stammt von Peter Demetz da Fëur (1913-1977). Er unterrichtete nach dem Zweiten Weltkrieg Malerei an den Kunstschulen in Wolkenstein und St. Ulrich. Dem leidenschaftlichen Wanderer diente oft die vom Menschen noch unberührte Landschaft der Dolomiten als Motiv.

Neomegalodon

Diese großen Muscheln beherrschten die Watten der größten Karbonatplattform der Trias, die nicht umsonst Hauptdolomit genannt wird und die alle Dolomiten gleichmäßig bedeckte, sich aber über einen großen Teil der westlichen Tethys erstreckte. Die Dolomitisierung führte fast immer zur Auflösung der dicken Schale, so dass nur die Schalenfüllung übrig blieb.