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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Denkmal Luis Trenker

Luis Trenker ist einer der berühmtesten Grödner. Seit 1992 – Trenker wäre in diesem Jahr 100 geworden – sitzt er als Bronzefigur von Hermann Josef Runggaldier auf einem Dolomitsockel an der Promenade, die seinen Namen trägt.

Der Bergsteiger Luis Trenker machte in den 1930ern eine heute kritisch beurteilte Karriere als Schauspieler und Regisseur. In der Nachkriegszeit reüssierte er als mitreißender Erzähler und förderte mit seinen Geschichten in Radio und TV die touristische Entwicklung seiner Heimat.

Denkmal für Johann Baptist Purger

Johann Baptist Purger, Handelsmann und Bürgermeister von St. Ulrich, verdankt Gröden seine erste Talstraße, die von Waidbruck nach St. Ulrich führte und 1856 eröffnet wurde. Sie verband das Tal mit der Außenwelt, schuf neue Absatzmöglichkeiten für Grödner Produkte und förderte den aufkommenden Tourismus.

Um an die Pionierleistung Purgers zu erinnern, wurde 1921 ein hölzernes Denkmal an der Purgerbrücke am Dorfeingang errichtet, das zum Hundertjährigen der Straße durch eine in Bronze gegossene Skulptur ersetzt wurde.

Lieber Augustin

Die Holzskulptur eines Vagabunden schuf Josef Senoner de Roch aus Wolkenstein (Jg. 1886) vor seiner Abreise nach Wien, wo er ab 1910 die Akademie der Bildenden Künste besuchte. Senoner hatte schon mit seinem Vater Holzspielzeug gefertigt, später lernte er u.a. in der Lehrwerkstätte zu Domur Schnitzen. Als einer der fähigsten Grödner Bildhauer seiner Zeit fiel Senoner im Ersten Weltkrieg.

Heiliger Georg mit Drachen

Den kleinen Bellerophon-Quader mit der Darstellung des heiligen Georg als Drachentöter hat Luis Piazza da Cudan (Jg. 1908) geschaffen. Das Werk spiegelt Piazzas Liebe zur Stilisierung wider, die ihn auch zu einem der Erneuerer des Grödner Kunstschaffens werden ließ. Eine Bronzekopie des Originalreliefs ziert den Brunnenaufsatz des Porphyrtrogs im Garten vor dem Museum.

Flügelaltar mit Weihnachtsmotiven

Diese Krippe in Form eines 2,3 Meter hohen und 1,8 Meter breiten Flügelaltars schuf Luis Insam aus St. Ulrich 1947 für seine Familie. Der an die Neugotik erinnernde Altar ist aus Zirbenholz geschnitzt und naturbelassen. Er zeigt die drei Könige auf der Anreise, die Anbetung durch die Hirten und auf den Flügeln Reliefs zur Weihnachtsgeschichte, die der Künstler im heimischen bäuerlichen Ambiente verortet.

Crist de Sëurasas

Das originale Gipfelkreuz von Sëurasas mit dem überlebensgroßen Christus stammt von den jungen Bildhauern Vinzenz Peristi und Baptist Walpoth. Es wurde 1932 aus Zirbelholz geschaffen, und zwar vor Ort am Berg. Auffallend ist die dramatische Gestaltung des ausgemergelten Körpers und des in seiner Qual erstarrten Gesichts Jesu. Peristi fiel im Zweiten Weltkrieg, Walpoth verunglückte bereits zuvor auf der Jagd. Seit 1959 vor Ort durch eine Nachbildung ersetzt.

Heilige Barbara

Die hölzerne Skulptur der heiligen Barbara, Patronin der Bergleute und Eisenbahner, schnitzte Johann Baptist Moroder 1914. Sie befand sich ursprünglich in einer eigens eingerichteten Nische über dem ehemaligen Eisenbahntunnel hinter der St. Ulricher Pfarrirche. Das Original steht im Museum Gherdëina, eine Bronzekopie bei der alten Lokomotive in der Bahnhofsstraße in St. Ulrich.

Dieses Kulturgut ist Teil der Tour "Sankt Ulrich: Ein Streifzug durch das Dorfzentrum und seine Geschichte".

Porträtkopf von Luis Trenker

Der bronzene Porträtkopf Luis Trenkers wurde 1984, also noch zu seinen Lebzeiten, vom Bildhauer David Moroder gefertigt. Der Bronzekopf des Ulricher Bergsteigers, Architekten, Schauspielers, Regisseurs und Geschichtenerzählers wurde 2001 vor dem Museum Gherdëina enthüllt. Er erinnert an einen der berühmtesten Söhne des Tals, dem das Museum einen eigenen Ausstellungsbereich widmet.

Heilige Philomena

Die Gipsskulptur der hl. Philomena mit Märtyrerpalme, Peitsche, Anker und Pfeilen stammt vom Bildhauer Dominik Mahlknecht. 1793 am Hof Rainel in Überwasser geboren, wandert er als 16-Jähriger nach Paris aus, wo er es bis zum königlichen Hofbildhauer bringt. Das Original der Skulptur steht in der Pariser Kirche Saint-Germain l’Auxerrois, eine zweite Kopie am Brunnenplatz in St. Christina, angefertigt nach dem originalen Gipsmodell im Museum Gherdëina.

Heiliger Ulrich

Die geschnitzte, bunt gefasste und teils vergoldete Holzskulptur des hl. Ulrich stand in der alten Pfarrkirche am Friedhof. Sie ist das Spätwerk eines Bidlhauers der Vinazer-Schule und zeigt den Kirchenpatron von St. Ulrich mit Mitra, Bischofsgewand und -stab sowie einen auf dem Evangelienbuch liegenden Fisch. Ulrich war um das Jahr 1000 Bischof von Augsburg, sein Kult gelangte mit den mittelalterlichen Grundherrn nach Gröden.