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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Keramikfliese von Stufan

Diese Terrakotta-Fliese ist plastisch mit einer figuralen Darstellung von Musizierenden dekoriert. Das Objekt ist sowohl - was den Inhalt der Darstellung als auch seine ursprüngliche Funktion betrifft – schwer zu interpretieren und stilistisch einzuordnen. Das Objekt stammt vom Hof Stufan, der genaue Fundumstand ist jedoch unbekannt, die Datierung laut Thermolumineszenz daher unsicher, 13. bis Anfang 15. Jh.

Fibeln aus Bronze und Eisen

Der berühmte eisenzeitliche Fundkomplex vom Col de Flam enthält neben zahlreichen Waffen und Werkzeugen auch verschiedene Gegenstände des persönlichen Schmucks, die rituell niedergelegt wurden. Neben Bronze-Armreifen, Fingerringe und einer Glasperle kommen vor allem zahlreiche Gewandfibeln aus Bronze und Eisen vor. Aufgrund ihrer Verzierungen und Formen werden sie in die Zeit von 400 bis 15 v. Chr. datiert.

Armbrust-Bogenfibel aus Bronze

Diese vollständig erhaltene Bronzefibel mit Armbrustkonstruktion ist ein Zufallsfund vom Abhang der Roterdspitze. Sie ist auf dem Bogen mit parallelen Einschnitten verziert, und ihr Bügel endet in einem Schlussknopf. In der Antike wurden Fibeln zum Befestigen von Kleidung verwendet und waren die Vorläufer von Broschen und Knöpfen. Sie werden in viele Typen unterteilt, die für bestimmte Kulturen und Epochen charakteristisch sind. Einige sind rein weiblich, andere männlich. 

Schmucknadel mit Kugelkopf

Diese fragmentarisch erhaltene Bronzenadel wurde in Lajen Ried gefunden. Sie diente zur Befestigung vornehmlich weiblicher Kleidung und gilt als Vorläuferin der Fibeln. Gewandnadeln konnten auch als Schmuckstück getragen und auf die soziale Stellung der Trägerin innerhalb der Gemeinschaft verweisen. Sie waren der Mode unterworfen und unterscheiden sich durch ihre Form und Verzierung, die ihre zeitliche Einordnung erlauben.