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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Zusatzinformation
1.700 - 1.799 n. Chr.
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Heilige Margareta mit dem Drachen

Die Figur der hl. Margareta von Antiochia mit Drachen wurde um 1700 wohl von einem Bildhauer der Trebinger-Werkstatt geschaffen. Sie war Teil eines kleinen Familienaltars in der Pfarrkirche St. Christina. Im Neoklassizismus wurde die mehrfarbig gefasste, teilweise vergoldete Holzskulptur weiß übermalt, um den Eindruck von Marmor zu erwecken. Erst bei einer Reinigung in den 1990ern kam das ursprüngliche Aussehen wieder zum Vorschein. 

Dieses Kulturgut ist Teil der Tour "St. Jakob und seine über 500 Jahre alten Höfe".

Pfarrkirche Sankt Ulrich

1796 wird die neue Pfarrkirche auf einem Grundstück des Panahofs fertiggestellt, Ende 1799 der Hochaltar des lombardischen Altarbauers Stampa geweiht, der 1870 durch einen neuromanischen von J. Schneider ersetzt wird. Wegen der Bevölkerungszunahme wurden 1905 bis 1907 zwei Querarme nach Plänen von J. Rifesser da Stufan angebaut, die bildhauerische Ausstattung stammt von Grödner Künstlern.

Dieser Ort ist Teil der Tour "Sankt Ulrich: Ein Streifzug durch das Dorfzentrum und seine Geschichte".

Ciancel d’Uridl (La Sigata)

Das Wohnhaus hinter der Pfarrkirche von St. Christina ist ein barocker Bau aus dem 18. Jh. und steht unter Denkmalschutz. Typisch sind die rötliche Fassade, aufgeputzte weiße Gliederungen der Geschosse und Eckeinfassungen, das ornamentale barocke Dekor um die Fenster und die Barockstuben. Das Gebäude trägt an der Nordseite die Jahreszahl 1786 und wurde in den 1920ern und 1930ern respektvoll restauriert.

Plajes

Pajes steht auf gut sichtbaren Schichten aus Grödner Sandstein und ist das Geburts- und Wohnort von Jakob Sotriffer (1796-1856), dem ersten Lehrer der 1825 gegründeten Zeichenschule. Diese hatte vorübergehend auf Plajes sogar ihren Sitz. Von Sotriffer stammt auch eine erste Sammlung von Grödner Bildschnitzereien, die er 1828 zu Dokumentationszwecken für das Ferdinandeum in Innsbruck zusammengetragen hat. Beispiele davon im Museum Gherdëina zu sehen.