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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Porphyrtrog 1868 von Mauriz

Dieser aus einem Steinblock gehauene Porphyrtrog mit eingravierter Jahreszahl 1868 stand einst beim Hotel Adler und diente als Pferdetränke. Mit vier Metern Länge ist er der größte von einst rund 50 Porphyrtrögen in Gröden; seit 1960 steht er im Museumsgarten. Zugeschrieben wird er dem aus Falcade stammenden Steinmetz Scola Petru, der im Steinbruch in Pontives eine Steinmetztägikeit gründete.

Krapfenteller mit Doppeladler

Den großen, glasierten Tonteller ziert eine stilisierte Darstellung des Doppeladlers in Engobenmalerei, ein Kreuzzeichen und die Jahreszahl 1828. Am Innenrand sind in konzentrischen Kreisen weitere Dekorationselemente angeordnet. Gebrauchsgegenstände in Keramik waren typisch für Tirol, dieser Teller stammt vom Hof Rescion in Überwasser.

Kraxe eines Wanderhändlers

Die hölzerne Rückentrage wurde mit Schnitzwerken vollbeladen, um diese zum Verleger oder auf Jahrmärkte zu tragen. Die Regale am hinteren Teil der Kraxe sind dank der Bänder beweglich, auf die obere Holzplatte wurden zur Demonstration Pferde und Ziegenböcke gestellt. In Gebrauch waren solche Kraxen bis in die erste Hälfte des 19. Jh.

Eisensäge

Die Eisensäge mit gedrechseltem Holzgriff ist ein Zeugnis der Not so mancher Grödner Schnitzer vor dem Ersten Weltkrieg. Sie diente dem illegalen Fällen von Bäumen, um Holz für die eigene Produktion zu beschaffen. Für den Ankauf reichte der Verdienst der Schnitzer nicht aus. In den 1870ern/1880ern wurden so rund 2000 Bäume jährlich aus den Gemeindewäldern entwendet.

Truhe von Costamula

Braut- und Hochzeitstruhen zur Aufbewahrung der Aussteuer waren bis ins 20. Jh. auch in Gröden üblich. Diese besondere Hochzeitstruhe ist außen aus Zirbenholz und innen aus Fichtenholz gefertigt, an der Schauseite sind zwei große Rosettenornamente mit Sonnenmotiv eingeschnitzt. Die Zahl 1566 verweist auf das Fertigungs- bzw. Hochzeitsjahr, die Buchstaben I und T auf die Initialen der Eigentümerin.