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„Groß ist die Kraft der Erinnerung, die Orten innewohnt.“ (nach Cicero)

Dolomit

Dolomitgestein, kurz Dolomit, ist ein Karbonatgestein, das aus dem Mineral Dolomit besteht, einem Kalzium-Magnesium-Karbonat, das in zweiter Linie aus Kalkstein gewonnen wird. Obwohl Dolomit auch anderswo vorkommt, werden nur diese Berge als Dolomiten bezeichnet, nachdem ein englischer Naturforscher sie erstmals mit dem Mineral Dolomit in Verbindung brachte, das wiederum von einem Schweizer Gelehrten nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu benannt wurde.

Kompakter Kalkstein

Die Dolomiten bestehen nicht nur aus Dolomitgestein. Viele der berühmten Gipfel bestehen aus 'einfachem' massiven Kalkstein, d.h. aus Kalziumkarbonat (CaCO3) ohne oder mit nur geringer Schichtung. Es handelt sich um Zersetzungsschlämme von Organismen (Algen, Bakterien, Weichtiere, Korallen, Schwämme), die einst Karbonatplattformen bildeten, die sich im Laufe der Zeit zu kompaktem Gestein verfestigten.

Lava

Plötzlich taten sich am Meeresboden lange Spalten auf, aus denen große Mengen Magma austraten, das im Kontakt mit dem kalten Meerwasser schnell zu Gestein erstarrte. Einige Mineralien kristallisierten im Laufe der Zeit aus und sind heute in der dunklen Bodenmasse zu erkennen. In einigen Gebieten (Fassatal) war die vulkanische Aktivität so intensiv, dass aus dem Wasser aufsteigende Vulkangebäude entstanden.

Dieses Gestein ist Teil der Tour "Blättern in den Felsen der Secëda".

Kiesel-Knollenkalke

Durch untermeerische vulkanische Aktivitäten wurde das Wasser mit Kieselsäure (SiO2) angereichert, wodurch sich kieselhaltige Skelettorganismen wie Radiolarien und Schwämme vermehren konnten. Ihre Überreste vermischten sich am Grund der tiefen Becken mit kalkhaltigem Schlamm und wurden durch das zirkulierende Wasser in den entstehenden Gesteinen aufgelöst. Die Kieselsäure verblieb jedoch im Gestein und bildete schließlich in den Kalkschichten Feuersteinknollen.

Konglomerat

Durch die starke Erosion der Gesteine durch Bäche und Flüsse entstehen Schotter und Gerölle, die durch die Energie des wirbelnden Wassers gerundet werden. Diese groben klastischen Ablagerungen können auch eine natürliche Zementierung erfahren, die zu einem Konglomerat führt. Die unterschiedlichen Farben der Kieselsteine weisen auf ein großes Ursprungsgebiet mit vielen verschiedenen Gesteinsarten hin.

Dieses Gestein ist Teil der Tour "Blättern in den Felsen der Secëda".

Gips

Gips als Gestein lagert sich in einem natürlichen Salzsumpf ab, d.h. in einer sehr flachen Meeresumgebung mit warmem, trockenem Klima. Durch die starke Verdunstung konzentrieren sich die Salze im Meerwasser, bis sie ausfallen, zuerst die Sulfate (Gips ist CaSO4, Calciumsulfat). Die weißen Schichten, die wir von der Seceda-Seilbahn aus sehen können, sind genau die Überreste dieser natürlichen Salzebenen.

Dieses Gestein ist Teil der Tour "Blättern in den Felsen der Secëda".

Grödner Sandstein

Der durch die Erosion des roten Porphyrs entstandene Sand konnte nur rot sein. Er bedeckte eine weite Ebene mit Flüssen und Seen, die von Vegetation umgeben waren und von primitiven Reptilien und Amphibien bewohnt wurden, als das Meer den Grödner Raum noch nicht erreicht hatte. Nach Millionen von Jahren verfestigten sich die Sande auf natürliche Weise und es entstand ein Gestein, der Sandstein. Er ist zwar fest, aber bearbeitbar und formbar.

Dieses Gestein ist Teil der Tour "Blättern in den Felsen der Secëda".

Porphyr

Wie oft sind wir schon an einer mit Porphyrblöcken gepflasterten Straße entlang gefahren, ohne daran zu denken, dass dieses Gestein durch die rasche Abkühlung einer Lava entstanden ist! In der Provinz Bozen bildet dieses meist rötliche Vulkangestein ein mächtiges Grundgebirge an der Basis der Sedimentfolge und ist entlang der Autobahn nördlich von Bozen oder auf Raschötz in Gröden gut sichtbar.